Siemens fundamental – was bringt 2018?

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  • #1262

    Mrs. DAX
    Teilnehmer

    Wir hatten ja vor zwei Wochen etwa schon die Chartanalyse zur Siemens Aktie, nachdem erstmals die Gerüchte über eine drohende Entlassungswelle aufkamen. Mittlerweile steht ja fest, dass Arbeitsplätze verloren gehen.

    Sieht man sich mal die fundamentalen Daten genauer an, zeigt sich mal wieder, dass der Anstieg der Aktienkurse und Umsätze keine Job-Sicherheit bieten kann. Was meint ihr, geht’s weiter bergauf oder kommt 2018 als Jahr der Krise, wie mancher Analyst zu bedenken gibt?

    https://imgur.com/a/fijqb

    #1264

    Einstein
    Teilnehmer

    Es liegt ja in der Natur der Sache, dass die Börse auf – für die Belegschaft – negative Meldungen eher nicht reagiert, dafür umso deutlicher auf die für sie relevanten Details. Und die üppigen Umsätze im Hause Siemens interessieren Aktionäre natürlich mehr als Entlassungen, über die mancher sicher eher hinweg liest.

    Wirtschaftlich geht’s dem Konzern Siemens ja meines Wissens prima. Und Umstrukturierungen samt Werksschließungen sind eine Senkung der laufenden Kosten, bleibt also mehr Rendite in Zukunft. Zumindest klingt dies in den Ohren der Anleger erst einmal so. Firmenchef Jo Kaeser geht es ebenfalls um die Ergebnisse und weniger um die Schicksale. Gute Umsätze bringen hohe Bonuszahlungen. Einfache Rechnung

    #1265

    nemack
    Teilnehmer

    Mal ganz ehrlich: Genau das ist ja ein Punkt, der mich am Aktienmarkt so stört. Anleger interessieren sich meiner Meinung nach nur noch für den Gewinn, ohne mögliche soziale Verantwortung (ja, Eigentum verpflichtet laut Grundgesetz durchaus in Deutschland!) übernehmen zu wollen.

    Wir Trader sind da ja im Grunde keine wirkliche Ausnahme. Wir haben ja auch die Kurse im Blick, um Gewinne mitzunehmen. Nur mal so als Gedankenanreiz zwischendurch. Und jetzt zurück zum Handel 🙂 Aber an die Mitarbeiter darf man trotzdem ab und ab mal denken, wenn man sich über den nächsten Zuwachs auf dem Handelskonto freut. Auch wenn dies wohl heutzutage eher Wunschdenken ist.

    Ich erinnere mich aber noch an Zeiten, in denen Mitarbeiter selbst Anteilseigner waren und zumindest bedingt etwas mehr zu sagen hatten. Heute können sich viele Arbeitnehmer aber wohl eher keine Wertpapiere mehr leisten, wenn ich so im Freundeskreis schaue.

    #1266
    ETHman
    ETHman
    Teilnehmer

    Wenn ich über dieses Thema ernsthaft nachzudenken beginne, darf ich ja genau genommen gar nicht mehr in Aktien investieren oder mit Produkten wie CFDs spekulieren. Am Ende sind bessere Aktienkurse – bei aller moralischen Verantwortung der AG ihren Arbeitnehmern und Menschen an den Firmenstandorten gegenüber – nun einmal fast immer die Folge höherer Gewinne, die wiederum mit einer Reduzierung der laufenden Kosten zusammenhängen.

    Wie man es auch dreht und wendet. Klar, ich finde Entlassungen auch schlimm, aber aus meiner Sicht gehören sie nun einmal zur Fluktuation am Arbeitsmarkt, Branchen kommen und gehen.

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