Suche typische "Mythen" aus dem Bereich des CFD Handels

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  • #822

    Einstein
    Teilnehmer

    Ich habe gestern Abend mit einem befreundeten Händler diskutiert, wie man wohl am besten für Anfänger die schlimmsten Irrtümer rund ums CFD Trading zusammenfassen könnte. Ich meine also die typischen Mythen, die meist schnell enttarnt werden können. Zum Beispiel meint mancher Einsteiger ja, dass bei der Auswahl des CFD Brokers dieselben Kriterien angesetzt werden sollten wie bei „normalen“ Anbietern, die beispielsweise den Aktienhandel an der Börse ermöglichen. Weitere Tipps, die ich auf meine Liste setzen kann? Ich interessiere mich gerade für die frischen Erfahrungen der hier aktiven Einsteiger.

    #823

    ProTrader
    Teilnehmer

    Mir begegnet des Öfteren, dass falsch informierte Trader der festen Überzeugung sind, Differenzkontrakte seien dem Bereich der Termingeschäfte zuzuordnen. Wie auch immer diese Überzeugung zustande kommen mag. Natürlich aber haben CFDs kein Verfalldatum und es sind nun einmal Derivate, bei denen keine Auslieferung von Instrumenten vorgesehen ist. Dass CFD Broker nicht den Börsenhandel ermöglichen, weiß mancher Einsteiger ebenfalls nicht.

    Dann kenne ich einige Trader, die anfangs meinten, Broker würden ja bekanntlich gegen sie selbst traden. Auch kurios, oder? Mein Favorit ist aber nach wie vor, dass die Meinung kursiert, Gewinne aus dem Handel von CFDs wären steuerlich irrelevant. Dabei sollte sich inzwischen eigentlich herumgesprochen haben, dass auch hier der Fiskus die Hand aufhält, indem er Bürgern die Abgeltungssteuer auferlegt.

    Ah, und noch ein interessantes Bonmot habe ich gehört kürzlich: „Eigentlich ist es unerheblich, bei welchem Broker ich handle, da alle weitgehend gleich arbeiten bei Gebühren und Auswahl der Handelsmodelle“. Da musste ich dann doch etwas lächeln. Selbstverständlich habe ich da aber eine Erklärung abgegeben und nicht nur in mich rein geschmunzelt.

    #1000

    Einstein
    Teilnehmer

    Ach jaa, das leidige Thema Besteuerung. Immer wieder spannend, dass sich dieser Aspekt nach wie vor nicht bis zum letzten Händler herumgesprochen hat. Dabei steht ja eigentlich auf allen Fachportalen, dass Händler ihre Meldung beim Finanzamt selbst vornehmen müssen, sofern sie nicht auf einen deutschen Broker vertrauen, der dann Gewinne für Kunden anmeldet. Komisch daran finde ich, dass man Verluste ja ebenfalls geltend machen kann.

    Unverständlich also, dass sich Trader oft so wenig mit dem Thema auskennen und lieber Konsequenzen in Kauf nehmen statt sich genau zu informieren. Das Gebührenthema ist ebenfalls interessant, stimmt. Die Schwankungen bei den Handelskosten und Gebührend sind so gravierend, dass man sich genau fragen kann, welche Entgelte Broker berechnen. Gerade auch beim Übernachthandel und langfristigen Tradingstrategien. Ich denk, da setzt sich das Fachwissen aber allmählich durch dank guter Ratgeber und Fachlektüre.

    #1006

    Mrs. DAX
    Teilnehmer

    Was ist denn mit dem Klassiker schlechthin – der Aussage, dass CFDs „reines Glücksspiel“ sind? Das Gerücht hält sich ja ausgesprochen tapfer und nervt mich immer wieder, wenn ich mit Personen rede, die nicht die geringste Ahnung von der Materie haben. Ihre irgendwo aufgeschnappte Meinung aber müssen sie dennoch zum Ausdruck bringen.

    Wieso sollten CFD Broker eine Regulierung und Lizenz durch Finanzaufsichten vorweisen können, wenn sie Glücksspielanbieter sind? Ich weiß ja, woher die Verwirrungen kommen, weil binäre Optionen und andere Derivate per Gesetz noch gar nicht sooo lange als Finanzdienstleistungen anerkannt werden. Spätestens aber seit der Einbeziehung von Spekulationsgewinnen unter das Dach der Abgeltungssteuer müsste doch eigentlich jeder verstanden haben, worum es sich handelt?

    Oh, „toll“ finde ich auch immer wieder die Überlegung, Verluste könne man direkt durch kurzentschlossene neue Orders ausgleichen. Kann ich Anfängern nur empfehlen. Zumindest wenn sie miterleben möchten, wie ihr Budget in ein paar Stunden komplett verpufft 🙂

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